Jahresrückblick 14. November 2025

Lammsaison 2025 — Ein Rückblick

Manche Saisons laufen durch — andere lehren einen etwas. Die Lammsaison 2025 war beides. Hier ist, was wir mitgenommen haben.

Es beginnt eigentlich immer in der Nacht. Irgendein Tier gibt keine Ruhe, die Wärmelampe summt, draußen ist es noch kalt — und man weiß, dass in den nächsten Stunden Leben auf die Welt kommt. Das ist kein Romantisieren. Das ist Arbeit. Aber es ist die Art von Arbeit, die einen nicht loslässt.

2025 war unser dritter Frühling mit einer wachsenden Herde, und zum ersten Mal haben wir aktiv auf Vorbestellungen gesetzt, statt den Verkauf einfach laufen zu lassen. Das hat uns einiges gelehrt.

Was gut lief

Die Weiden waren in diesem Jahr so früh grün wie selten. Ein milder März hat dafür gesorgt, dass die Tiere bereits Mitte April auf die Außenflächen konnten — drei Wochen früher als 2024. Das schlägt sich direkt in der Qualität nieder: Tiere, die länger auf der Weide sind, fressen ruhiger, nehmen gleichmäßig zu und tragen weniger Stress in sich, wenn es dann so weit ist.

Die Schafherde auf der Panoramaweide im Taunus
April 2025 — die Herde auf der Weide, früher als sonst

Das Vorbestellsystem hat funktioniert. Wer bis Ende März gebucht hatte, bekam pünktlich sein Fleisch. Wer im Mai fragte, musste auf eine kurze Warteliste — was uns gezeigt hat, dass die Nachfrage unsere Kapazität leicht übersteigt. Ein gutes Problem, wie wir finden.

Wer weiß, woher sein Fleisch kommt, isst es anders. Das spürt man in den Gesprächen, die man führt, wenn man das Tier persönlich kannten.

Was wir gelernt haben

Kommunikation ist alles. Kunden, die wussten, wann ihre Bestellung dran ist, waren entspannt. Kunden, die im Ungefähren gelassen wurden, haben öfter nachgefragt. Das klingt banal — aber wenn man gleichzeitig im Stall steht und Abendessen kocht, ist eine klare Bestellstruktur kein Luxus, sondern Notwendigkeit.

Wir haben außerdem begonnen, Teilstücke einzeln anzubieten — Keulen, Schultern, Koteletts. Das war gut für Kunden ohne großen Gefrierschrank und hat uns ermöglicht, jedes Tier vollständig zu verwerten. Kein Teil wird verschwendet, und das ist nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern gehört zur Haltung, die wir hier vertreten.

Ausblick auf 2026

Wir starten früher mit dem Vorverkauf, kommunizieren klarer über Verfügbarkeit und bieten wieder sowohl ganze als auch halbe Tiere sowie ausgewählte Teilstücke an. Wer auf dem Laufenden bleiben will, folgt uns am besten auf Instagram — dort teilen wir, wenn die Bestellungen freigegeben werden.

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